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Besondere Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Für OHV-Torwart Edgars Kuksa ist das Spiel der Auricher am Sonnabend beim VfL Fredenbeck keines wie jedes andere. Anpfiff ist heute um 19:30 beim VfL Fredenbeck.

Die Saison 2018/19 war die erste für Edgars Kuksa im Tor des OHV Aurich. Nach sieben Jahren beim VfL Fredenbeck war er zum OHV gewechselt, traf dort in der Oberliga unter anderem auf die SG HC Bremen/Hastedt. Am Sonnabend kehrt Kuksa an seine langjährige Wirkungsstätte zurück und tritt dort erstmals gegen das VfL-Team an.Foto: Bernd Wolfenberg

Der ganz große Druck ist weg. Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich haben sich mit dem Sieg gegen die SGSH Dragons, ihrem ersten in dieser Saison, davon befreit. Erleichtert können sie sich jetzt an die nächste Aufgabe machen. Die wartet am Sonnabend mit dem Auswärtsspiel beim VfL Fredenbeck. Es ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Aufeinandertreffen. Für einen im Auricher Team aber ein ganz spezielles.

Der VfL Fredenbeck ist ein Urgestein der 3. Liga. Seit Bestehen der Spielklasse, seit 2010, gehört er dazu. Jedenfalls bis zur Saison 2017/18. In dieser Zeit spielte der OHV drei Saisons zusammen mit den Fredenbeckern in einer Staffel (2014- 2017).

Ein Jahr später verpassten die Fredenbecker den Verbleib in der 3. Liga. Es begann eine Zeit des Auf und Abs. Und für ihren Torwart Edgars Kuksa ein neuer sportlicher Abschnitt.

Nach sieben Jahren im Trikot des VfL verließ er Fredenbeck, das für ihn schon ein Zuhause geworden war. Er wollte etwas Neues. Kuksa wechselte zum OHV Aurich. Der war damals ebenfalls aus der 3. Liga in die Oberliga abgestiegen. Dabei wollte Kuksa eigentlich höherklassig spielen, so sein Ziel. Er kam trotzdem. Inzwischen spielt er seine sechste Saison für den OHV, hat im Frühjahr seine Zusage auch bereits für die siebte gegeben.

Die Verbindung nach Fredenbeck ist aber nie abgerissen. „Ein paar Spieler kenne ich noch. Einige, die damals als kleine Jungen in der Nachbarschaft tobten, spielen inzwischen im Team.“ Und private Kontakte werden auch heute noch mit wechselseitigen Besuchen gehalten.

Es ist das erste Mal, das Kuksa nach seinem Weggang jetzt gegen seine ehemalige Mannschaft antritt. Er freut sich auf die Rückkehr an alte Wirkungsstätte. „Die Halle wird voll“, vermutet er. „Und die Leute dort kennen mich.“ Zum ersten Heimspiel der Fredenbecker kamen fast 800 Fans.

Mit 19 Siegen in Folge zur Oberliga-Meisterschaft

Die Fredenbecker kehrten zur Saison 2021/22 in die 3. Liga zurück. Dort traten sie allerdings mit einem nahezu unveränderten Kader an. Und mussten mächtig einstecken. In 20 Spielen gelang ihnen nur ein Sieg und ein Unentschieden. Am Ende stand als Tabellenletzter der Wiederabstieg. Dennoch sei der Schritt, den Aufstieg zu wagen, richtig gewesen, sagen die Fredenbecker im Nachhinein. Alle Spieler hätten einen großen Schritt nach vorn gemacht.

Davon war zwar in der vergangenen Saison in der Oberliga anfangs noch nicht viel zu sehen. Bei 8:6 Punkten nach sieben Spieltagen. Es folgten dann aber 19 Siege in Folge. Am letzten Spieltag machten die Fredenbecker, unterstützt von rund 300 mitgereisten Fans, mit einem 48:23-Sieg beim TSV Bremervörde den Aufstieg in die 3. Liga perfekt.

Und dort tritt der VfL diesmal personell besser gerüstet an als vor zwei Jahren. Mit einem für den OHV „alten Bekannten“ neu im Team. Mit Marten Franke. Er war in der Saison 2013/14 Spielgestalter im Team des OHV. Da war er 19 Jahre. Auch die Saison darauf spielte er noch für den OHV. Dann kehrte er zu seinem Heimatverein HC Bremen zurück. Dort war er in der vergangenen Saison spielender Co-Trainer im Oberligateam und gehörte zu den Top-Torschützen der Spielklasse. Aus privaten Gründen ist der inzwischen 28-Jährige nach Buxtehude gezogen und schloss sich dem VfL an.

Druck ist weniger, aber Aufgabe bleibt schwer

Auch Kuksa kennt Marten Franke: „Ich habe in Aurich schon gegen ihn gespielt.“ Das war in Kuksas erster Saison für den OHV in der Oberliga im Spiel gegen die SG HC Bremen/Hastedt.

Ein zweiter Zugang im VfL-Team ist dem OHV ebenfalls nicht unbekannt: Maximilian Mißling. Der 1,91 Meter große Linkshänder spielte vergangene Saison beim Auricher Ligakonkurrenten Wilhelmshavener HV.

Wie der OHV stehen die Fredenbecker mit 2:4 Punkten in der Tabelle. „Wir brauchen Zeit, um uns zu finden“, sagt Kuksa mit Blick auf die in großen Teilen neu formierte Auricher Mannschaft. Der Druck sei mit dem Sieg gegen die Dragons aber weniger geworden. Die Aufgabe in Fredenbeck bleibt schwer. Das unterstreicht auch OHV-Teammanager Ewald Meyer: „Die Fredenbecker sind auf jeden Fall stärker als vor zwei Jahren, als sie in die 3. Liga aufgestiegen sind.“