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Punkte würden sich jetzt gut machen

OHV empfängt Sonnabend die Sportfreunde Soehre – und kann im Falle eines Sieges mit dem Tabellennachbarn gleichziehen

Eine starke Leistung zeigten die OHV-Spieler (im Bild Petar Puljic) im Derby beim Wilhelmshavener HV. Punkte auf der Habenseite gab es am Ende allerdings keine. Letzteres soll sich am Sonnabend im Heimspiel gegen die Sportfreunde Söhre ändern.Foto: Bernd Wolfenberg

Stark gespielt, einen Favoriten geärgert: Solch ein Lob tut zwar gut. Aber was nützt es, wenn am Ende keine Punkte auf der Habenseite dazukommen? Für die Drittliga-Handballer des OHV Aurich ist es am vergangenen Sonnabend so gelaufen. Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison. „Jetzt müssen wir uns auch mal belohnen“, sagt OHV-Teammanager Ewald Meyer. Das sollten die Auricher möglichst schon an diesem Sonnabend (19 Uhr) im Heimspiel gegen die Sportfreunde Söhre tun, um in der Tabelle etwas entspannter nach unten blicken zu können.

Die Auricher stehen zwar optisch als Tabellenneunter im Mittelfeld relativ gut da. Aber ihr Vorsprung auf den Tabellenvorletzten beträgt lediglich drei Punkte.

Zuletzt das Derby beim Wilhelmshavener HV ganz knapp verloren. Im Heimspiel dem Spitzenreiter HC Eintracht Hildesheim das Siegen verdammt schwergemacht. Für die Leistung der Auricher gab es beide Male großes Lob. Die Punkte aber gingen an die Gegner. Da die Auricher aber auch Spiele gegen Mannschaften, in denen die Erwartungshaltung hoch gewesen ist, verloren, ist die Situation so eng wie sie jetzt ist.

Mit den Sportfreunden Söhre als Tabellensiebtem empfangen die Auricher nun ein Team, mit dem sie bei einem Sieg nach Punkten gleichziehen können.

Söhre, das ist ein kleiner Ort mit rund 1400 Einwohnern, der zum Landkreis Hildesheim gehört und südlich der Stadt gelegen ist. Es ist ein Handballdorf.

Die Sportfreunde Söhre spielen ihre zweite Saison in der 3. Liga. In der vergangenen Saison gehörten sie zur Staffel Ost und belegten dort am Ende in der Tabelle Platz acht.

In dieser Saison, in der Staffel Nord-West, brauchten sie, um anzukommen. Erst im sechsten Spiel gelang der erste Sieg. Zuletzt aber haben sie fünf Spiele in Folge nicht verloren.

Für OHV-Teammanager Ewald Meyer kommt das nicht von ungefähr: „Sie haben einen erfahrenen Trainer.“

Der heißt Sven Lakenmacher, ist seit Sommer 2016 Trainer der Soehrer und führte die Mannschaft von der Verbandsliga in die 3. Liga. Der inzwischen 52-jährige A-Lizenz-Inhaber hat zu seiner aktiven Zeit für verschiedene Bundesligisten gespielt und kam zwischen 1993 und 2000 auf 47 Einsätze in der deutschen Nationalmannschaft.

Dazu kommt: Die Soehrer haben mit dem Linkshänder Artjom Antonevitch den Top-Torschützen der 3. Liga Nord-West in ihren Reihen. In den zehn Spielen bisher kam er auf 70 Feldtore, plus 32 verwandelte Siebenmeter und führt die Torschützenliste mit Abstand an. Antonevitch, der in Moskau geboren ist, spielt erst seit dieser Saison für die Soehrer. Der Rechtsaußen, der aber auch im rechten Rückraum zum Einsatz kommen kann, sammelte bereits Erstligaerfahrung bei GWD Minden, spielte für den TV Emsdetten in der 2. Bundesliga und zuletzt für den Drittligisten MTV Braunschweig. Er sei ein emotionaler Spieler, der eine ganze Mannschaft mitreißen könne, hieß es damals seitens des Vereins bei seiner Vorstellung.

Der OHV kann gegen die Sportfreunde in Bestbesetzung antreten. „Alle Spieler sind, Stand Donnerstag, fit“, sagte Ewald Meyer. Die Soehrer setzen zum Spiel beim OHV einen Fanbus ein.