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OHV gegen starken Aufsteiger unter Druck

Auricher Handballer treffen heute Abend in der Arena auf Bielefeld – was unbedingt besser werden muss

Es wird Zeit: Kevin Wendlandt und der OHV Aurich wollen am Sonnabend im Heimspiel gegen Bielefeld mal wieder gewinnen.Foto: Bernd Wolfenberg

Beim Blick auf die Tabelle beschleicht die OHV-Verantwortlichen mittlerweile ein mulmiges Gefühl. Die Auricher Handballer finden sich nach drei Spielen ohne Sieg zwar immer noch im Tabellenmittelfeld der Dritten Liga wieder, doch es geht verdammt eng zu. Zwischen Platz neun und einem Abstiegsplatz liegen gerade mal zwei Punkte. Panik ist nach Angaben von OHV-Teammanager noch nicht ausgebrochen, doch die Auricher sind vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger TSG Bielefeld am Sonnabend (19 Uhr wachsam. „Langsam wird es kribbelig, wir müssen mal wieder gewinnen“, sagt Meyer.

Was Mut macht: Gegen die stärksten Mannschaften der Liga lieferte der OHV, zwar ohne Ertrag, seine besten Leistungen ab. Gegen Wilhelmshaven oder Hildesheim verlor die Mannschaft von Trainer Pedro Alvarez nur mit einem Tor. Zu den Top-Teams der Liga zählt auch der Aufsteiger aus Bielefeld. In den 1990er-Jahren mischten die Bielefelder lange Jahre munter in der Zweiten Liga mit, in diesem Jahr gelang die Rückkehr in die Dritte Liga. Wenn es nach den Ostwestfalen geht, soll die Liga möglichst nur eine Durchgangsstation sein. Mit 14:8-Punkten hat der Aufsteiger bislang eine starke Saison gespielt, im Umfeld träumt man bereits wieder von glorreichen Zweitligazeiten. Meyer hat großen Respekt vor dem Gegner. „Sie sind unheimlich ausgeglichen und spielen ohne echte Stammformation. Sie haben viele gleichwertige Spieler und können hin und her tauschen. Deswegen sind sie unheimlich schwer auszurechnen“, sagt der Teammanager des OHV.

Die Mannschaft hat nach dem Aufstieg ihr Gesicht stark verändert. Der zweitligaerfahrene Jan Hübner wechselte nach einer langen Verletzung in die Vierte Liga, Rechtsaußen Christopher Braun wechselte zum Ligakonkurrenten LIT 1912. Am schwersten wiegt aber der Abgang von Jens Bechtloff. Der langjährige Bundesliga-Spieler hing die Handball-Schuhe mit 37 Jahren an den Nagel. Mit vier hoffnungsvollen Neuzugängen scheint der Aufsteiger die Abgänge gut kompensiert zu haben.

Die Ausgeglichenheit des Gegners kann den OHV am Sonnabend vor große Probleme stellen. Im Auricher Spiel wechseln sich gute und schlechte Phasen – was fehlt, ist echte Konstanz über 60 Minuten. In der Vorwoche gegen den Tabellenzweiten Gummersbach führte der OHV nach 20 Minuten mit zwei Toren, um dann vier Gegentore in Folge zu schlucken. „Wir brauchen einfach zu viele Chancen und müssen gegen Bielefeld geduldig bleiben“, sagt Meyer.

Zwei Punkte sollen her am morgigen Sonnabend in der Arena. Damit dies auch gelingt, ist für Meyer eine „gute Abwehrarbeit“ besonders wichtig. Ob Trainer Pedro Alvarez dafür eine 5:1-Deckung oder eine 6:0-Deckung spielen wird, ist noch nicht ganz klar. Fest steht jedoch, dass die Auricher Handballer mit einem vollen Kader antreten werden. „Stand jetzt, sind alle Spieler fit“, sagt Meyer. Nun muss der Kopf mitspielen. Der enttäuschende Saisonverlauf hat sicherlich Spuren bei den Spielern hinterlassen.