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Aufatmen beim OHV

Auricher Drittliga-Handballer gewinnen bei LIT 1912 II mit 33:29 Toren – sie haben es aber spannend gemacht

Zum Abschluss der Hinrunde konnten die Auricher Handballer jubeln.Foto: Bernd Wolfenberg

Versöhnlicher Abschluss der Hinrunde: Mit einem 33:29-Sieg am Sonntagabend bei LIT 1912 II haben die Drittliga-Handballer des OHV Aurich ihren Platz im Tabellenmittelfeld gefestigt und damit für etwas Erleichterung gesorgt.

Denn der Sieg beim Tabellendreizehnten war dringend nötig, um nicht mit Bauchschmerzen in die kurze Weihnachtspause zu gehen. Damit verschafften sich die Auricher etwas Luft auf das untere Tabellendrittel.

Der Einstand in die Partie hätte für die Auricher, die ohne den erkrankten Kevin Wendlandt antreten musten, nicht besser laufen können. Zwei Treffer von Rostyvlas Polishchuk und einer von Henning Stoehr – der OHV führte nach drei Minuten 3:0. Und auch noch 4:1. Der Auftakt ließ die Auricher aber übermütig werden. Nichts war es mehr mit ruckzuck. „Wir haben zu schnell versucht, die Angriffe abzuschließen. Aber auch die Abwehr stand nicht mehr ganz so sicher wie zu Beginn“, sagte OHV-Teammanager Ewald Meyer mit Blick auf den weiteren Spielverlauf. Hinzu kamen in dieser Phase Zeitstrafen gegen Jannes Hertlein und Polishchuk. Mit der Folge, dass der OHV acht Minuten ohne Tor blieb und LIT das Spiel drehte.

OHV-Trainer Pedro Alvarez reagierte darauf mit einer Auszeit und schickte sein Team mit der Ansage zurück ins Spiel, wieder ruhiger zu spielen und sich die Torchancen herauszuarbeiten. Die Mannschaft setzte die Vorgabe um. „Wir haben uns dann wieder gefangen“, sagte Meyer.

Jetzt waren es die Gastgeber, die fast acht Minuten ohne Tor blieben. Der OHV machte aus dem 5:7 ein 10:7 und ging nach einer ausgeglichenen Schlussphase der ersten Halbzeit mit einer Ein-Tore-Führung (16:15) in die Pause. Beide Mannschaften hatten bis dahin klare Torchancen nicht genutzt.

So vielversprechend wie die Auricher in das Spiel gestartet waren, begannen sie auch die zweite Halbzeit. Sie setzten sich gleich wieder ab und führten Mitte der zweiten Halbzeit beim 22:18 durch das Tor von Wilke de Buhr erstmals sogar mit vier Treffern.

Sie hielten diesen Vorsprung auch bis zur 47. Spielminute. Und fingen sich dann innerhalb von 85 Sekunden drei Tore ein. Alle drei erzielt von Jannik Gartmann. Da war der OHV nur noch ein Tor vor.

Alles also wie in Halbzeit eins? Nicht ganz. Denn diesmal gerieten die Auricher nicht in Rückstand.

„Wir waren in dieser Phase wieder zu flüchtig, haben zu viele Torchancen vergeben, uns technische Fehler geleistet und dann wird es ganz schnell wieder eng“, sagte Meyer.

Ein sehr, sehr guter Edgars Kuksa im Tor habe den OHV aber im Spiel gehalten, so Meyer.

In der Schlussphasewird es noch mal eng

Alvarez setzte wieder die Auszeitkarte. Wie schon in der ersten Halbzeit fand seine Mannschaft wieder in die Spur. Zwar wurde es noch einmal spannend, als LIT drei Minuten vor Schluss auf zwei Tore verkürzte (28:30). Doch Marcell Hegyi traf postwendend zum 31:28 für den OHV.

Aber auch damit war die Partie noch nicht entschieden. Denn eineinhalb Minuten vor Schluss waren es wieder nur noch zwei Tore, die der OHV vor war.

Erst mit dem Treffer von Wilke de Buhr 28 Sekunden vor Schluss zum 32:29 war endgültig der Deckel auf dem Sieg des OHV. Treffer 33, ebenfalls erzielt durch de Buhr, war dann nur noch Ergebniskosmetik.

 

LIT 1912 II – OHV Aurich 29:33 (15:16)

LIT 1912 II: Klama, Finke; Drees (4 Tore), Kruse (1), Bagaric (4), Wittermeier, Schwier (1), Borcherding (4/davon 1 Siebenmeter), Knüttel, Gartmann (6), Braun (4), Niemeyer, Buhrmester (2), Meinking, Grimuta (3).

OHV Aurich: Kuksa, Jungvogel, Ebeling; de Buhr (3), Reshöft (2), Fujita (1), L. Meinke, Vorontsov (5), H. Stoehr (2), Hertlein (3), Polishchuk (8), Molnar (1), Hegyi (2), Crnic (2), Puljic (4).

Zeitstrafen: LIT 2 Minuten – OHV 10.

Siebenmeter: LIT 1/1 verwandelt – OHV 0.

Schiedsrichter: Daniel Adam/Simon Adam (Metzingen).

Zuschauer: 80.

Torfolge: 0:3 (3. Spielminute), 1:4 (4.), 6:4 (11.), 7:5 (12.), 7:10 (19.), 10:13 (22.), 13:13 (27.), 15:14 (28.), 15:16 (30.); 15:18 (33.), 18:22 (41.), 22:26 (47.), 25:26 (49.), 26:27 (50.), 26:29 (52.), 28:30 (57.), 29:31 (59.), 29:33 (60.).