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OHV zum Rückrundenstart in anderer Rolle

Auricher Drittliga-Handballer können am Sonnabend beim TuS Spenge nur positiv überraschen – im Gegensatz zum Hinspiel

Auf robuste Gegenwehr, wie im Spiel gegen den TV Emsdetten, müssen sich Henning Stoehr und seine OHV-Teamkollegen auch am Sonnabend zum Rückrundenstart beim TuS Spenge einstellen.Foto: Bernd Wolfenberg

Für die Drittliga-Handballer des OHV Aurich heißt es am Sonnabend: Auf in die Rückrunde. Eine fünfwöchige Punktspielpause über den Jahreswechsel endet für sie mit dem Auswärtsspiel beim TuS Spenge. Die Auricher sind nicht weniger gespannt auf die Partie als auf das Hinspiel zum Saisonauftakt Anfang September vergangenen Jahres. Auch wenn inzwischen einiges klarer ist.

Mit einem sportlich ambitionierten Saisonziel (ein Platz unter den ersten vier Teams) und entsprechend euphorisch waren die Auricher damals ins erste Aufeinandertreffen mit dem TuS Spenge gegangen. Das verlief allerdings anders als erhofft. Wie auch der weitere Saisonverlauf.

Im Nachhinein betrachtet bestimmte das Auftaktspiel schon den sportlichen Standort beider Mannschaften. Der TuS Spenge ist nach Abschluss der Hinrunde Tabellenvierter und steht dort, wo der OHV eigentlich hinwollte. Der will jetzt aber als Achtplatzierter erst einmal den Abstand nach unten vergrößern.

Auch das Spiel der Auricher gegen den TuS war typisch für einige andere, die noch folgen sollten. „Das Hinspiel hätten wir gewinnen müssen. Da haben wir zu viele Chancen liegengelassen“, sagt OHV-Teammanager Ewald Meyer mit dem Blick zurück. Am Ende stand eine 24:28-Niederlage auf der Anzeigentafel. Dabei hatte der OHV in der 50. Spielminute noch 23:21 geführt, dann aber sechs Tore in Folge kassiert und in den letzten zehn Minuten selbst nur noch ein Tor erzielt. Das zum 24:27. Da war die Partie bereits zugunsten der Spenger entschieden.

Im ersten Aufeinandertreffen war der Gegner noch mit dem gewissen Unbekannten behaftet. Das sieht im Rückspiel anders aus. Der OHV ist inzwischen auf dem ungemütlichen Boden der Drittliga-Realität angekommen. Und deshalb weiß Meyer auch: „In Spenge hängen die Trauben hoch.“

Nicht nur, weil die Auricher beim Viertplatzierten antreten. Den zeichnet besonders seine Heimstärke aus. Lediglich ein Spiel haben die Spenger in der Hinrunde in eigener Halle verloren. Und das war am 21. Dezember im Nachholspiel mit 30:33 Toren vor 900 Fans gegen den Aufstiegsanwärter und Tabellenzweiten TV Emsdetten.

Seit dem 3. Januar sind die OHV-Spieler nach einer kurzen Weihnachts-Auszeit individuell wieder sportlich aktiv, seit dem 8. Januar auch wieder im handballspezifischen Training. Ausgenommen Torwart Edgars Kuksa. Er war, wie in den Vorjahren, wieder mit der lettischen Nationalmannschaft im Einsatz und ist mit ihr in der ersten Qualifikationsrunde zur Europameisterschaft 2026 ausgeschieden. Gegner war dort die Nationalmannschaft Luxemburgs. Das Hinspiel in Lettland gewannen Kuksa und sein Team noch klar mit 32:25. Im Rückspiel am Sonntag in Luxemburg gab es eine 28:36-Niederlage. Ein Tor gab bei Punktgleichheit damit unter dem Strich den Ausschlag über Ausscheiden und Weiterkommen.

Seit Mitte dieser Woche ist Kuksa wieder ins OHV-Training und damit in die Vorbereitung auf das Spiel beim TuS Spenge eingestiegen. Bei aller Enttäuschung über die Niederlage im Hinspiel hat er auch positive Erinnerungen an das Aufeinandertreffen. Denn Kuksa war es, der den OHV damals mit seinen Paraden im Spiel gehalten hatte.

Die Auricher können am Sonnabend in Bestbesetzung antreten. Im Gegensatz zum Vorbereitungsspiel in der vergangenen Woche beim Ligakonkurrenten Wilhelmshavener HV. Das verloren die Auricher klar mit 19:32 Toren. „Das Spiel ist deshalb aber kein Maßstab“, sagt Meyer. Das Spiel am Sonnabend beim TuS Spenge aber schon.