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Und dann läuft es anders als gehofft

OHV-Handballer verlieren bei der TSG Bielefeld - dabei sah es zwischenzeitlich nach einem besseren Ergebnis aus

Im Hinspiel stemmten sich die Handballer des OHV Aurich noch erfolgreich gegen die drohende Niederlage gegen die TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld. Das sah im Rückspiel anders aus.Foto: Bernd Wolfenberg

Den Drittliga-Handballern des OHV Aurich ist es am Sonnabend nicht gelungen, ihre Tabellensituation zu entspannen. Sie verloren bei der TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld mit 27:33 Toren. „Wir haben es versäumt, dranzubleiben“, sagte OHV-Trainer Eric Hettmann. Denn seine Mannschaft hatte durchaus Möglichkeiten, das Ergebnis freundlicher zu gestalten.

„In zwei Phasen haben wir uns schwerer getan als gedacht“, sagte Hettmann. Die eine Phase war der Einstieg in das Spiel. Zwar glich Rostyvlas Polishchuk das 1:0 der Bielefelder mit einem verwandelten Siebenmeter aus. Es dauerte dann jedoch bis zur zehnten Spielminute, ehe dem OHV der nächste Treffer gelang und damit das erste Tor aus dem Spiel heraus. Henning Stöhr nutzte nach einem Pfostentreffer von Kevin Wendlandt den Abpraller und verkürzte den Rückstand auf drei Tore (2:5). „Von da an haben wir umgesetzt, was wir im Vorfeld auch besprochen hatten“, sagte Hettmann.

Der OHV war jetzt im Spiel und brachte die Bielefelder aus dem Tritt. Auf Zuspiel von Evgeny Vorontsov gelang Wendlandt aus dem linken Rückraum in der 18. Spielminute die erstmalige Führung für den OHV (8:7). Was den Bielefelder Trainer Niels Pfannenschmidt veranlasste, die Auszeitkarte zu setzen.

Bis zur Halbzeitpause verlief das Spiel ausgeglichen. Der OHV lag da, nicht weiter beunruhigend, mit einem Tor zurück (12:13).

„Wir waren fokussiert. Wir hatten alles im Griff. Und für die zweite Halbzeit alle taktischen Möglichkeiten“, sagte der OHV-Trainer.

Die taktischen Möglichkeiten waren ab der 33. Spielminute allerdings eingeschränkt. Denn da zeigten die Schiedsrichter dem OHV-Spieler Marcell Hegyi für eine regelwidrige Abwehraktion die Rote Karte. Eine fragwürdige Bestrafung. Die beiden Bielefelder Kommentatoren des Spiels beim Online-Sportsender sportdeutschland.tv zeigten Verständnis für den Unmut, den die Entscheidung bei den OHV-Verantwortlichen auslöste. Und nicht nur bei dieser.

Zwar hielt Marten Jungvogel, der in der zweiten Halbzeit zunächst im Tor des OHV stand, den Siebenmeter, der aus jener Aktion darüber hinaus resultierte. Aber trotzdem: Es lief nicht mehr beim OHV.

15:15 stand es in der 37. Spielminute, 15:20 lagen die Auricher in der 43. zurück. Hettmann hatte zwischenzeitlich bereits mit der Auszeitkarte versucht, seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Und auch im Rahmen der Möglichkeiten taktische Varianten eingebracht. Die Abwehr umgestellt. Kevin Wendlandt hatte, obwohl er in der ersten Halbzeit mit dem Fuß umgeknickt und in der Pause von Physiotherapeutin Hannah Trauernicht behandelt worden war, auf die Zähne gebissen, weitergespielt und war am Ende mit sieben Treffern Haupttorschütze seiner Mannschaft.

Am Ende ohne Erfolg. Zu oft kamen die Auricher nicht an Dennis Doden im Tor der Bielefelder vorbei. Und in der Summe war dazu ihre Quote der technischen Fehler zu hoch.

Andererseits erkannte Hettmann aber auch an: „Die Bielefelder haben wirklich einen guten Ball gespielt.“ Sie brachten auch immer mal einen siebten Feldspieler mit ein und nahmen dafür ihren Torhüter aus dem Spiel. Besonders erfolgreich waren sie über die Außenpositionen. Und hier insbesondere über die rechte Seite durch Nils Strathmeier, dem zehn Tore gelangen.

Dass den Bielefeldern ein kräftezehrendes Spiel vom Mittwoch in den Knochen steckte, sei ihnen nicht anzumerken gewesen, so Hettmann.

Die Enttäuschung auf Seiten des OHV war dennoch groß. Das Positive, dass die Auricher aus diesem Spieltag mitnahmen: Ihr Abstand auf den drittletzten Tabellenplatz, den der MTV Großenheidorn belegt, blieb gewahrt. Denn der verlor beim Wilhelmshavener HV.
 

TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld – OHV Aurich 33:27 (13:12)

TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld: Doden, Dresruesse, Raeber; Heidemann (3 Tore), Broyer (1), Vormbrock, Engelhardt (2), Strathmeier (10), St. Claire (2), Pretzewofsky (6), Louis (2), Waldhof (1), Demerza (2), plaß, Schösse (4(davon 1 Siebenmeter).

OHV Aurich: Kuksa, Jungvogel; de Buhr (2), Wendlandt (7), Reshöft (2), Fujita (3), Vorontsov (2), H. Stöhr (2), Hertlein (3), Polishchuk (5/2), Molnar, Hegyi, Puljic (1).

Zeitstrafen: TSG 4 Minuten – OHV 6.

Rote Karte: Hegyi (33. Spielminute).

Siebenmeter: TSG 2/1 verwandelt – OHV 3/2.

Schiedsrichter: Yannik Mühlenberg/Jannik Weist (Recklinghausen/Gladbeck).

Zuschauer: 750.

Torfolge: 1:1 (2. Spielminute), 5:1 (9.), 7:4 (15.), 7:8 (18.), 12:10 (27.), 13:12 (30.); 15:15 (37.), 20:15 (42.), 25:21 (50.), 28:21 (52.), 29:25 (55.), 33:27.