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Wechsel an der Vorstandsspitze des OHV Aurich

Insa Schubert wurde auf einer Mitgliederversammlung zur Nachfolgerin von Ulrich Mittelstädt gewählt, der vorzeitig zurücktrat

Insa Schubert ist neue Vorsitzende des OHV Aurich. Sie tritt die Nachfolge von Ulrich Mittelstädt an.Foto: Silke Meyer

AURICH Von langer Hand war er geplant, jetzt ist er vollzogen: Der Wechsel an der Vorstandsspitze des OHV Aurich. Nach 15 Jahren im Amt ist Ulrich Mittelstädt am Mittwochabend auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung als Vorsitzender des Vereins zurückgetreten und Insa Schubert einstimmig zu seiner Nachfolgerin gewählt worden.

Eigentlich hatte Mittelstädt schon auf der Mitgliederversammlung im September 2022 nicht erneut für das Amt kandidieren wollen. Doch da hatte sich die geplante Nachfolgeregelung zerschlagen. Mittelstädt stellte sich erneut zur Wahl. Er kündigte da aber bereits an, vor Ablauf seiner eigentlich dreijährigen Amtszeit zurückzutreten, wenn sich eine Nachfolge findet.

Die zeichnete sich im November 2023 ab, als der OHV mit Insa Schubert und Friedhelm Koopmann zwei neue Mitglieder in den Vorstand berief. Koopmann ist seitdem Koordinator für den Männersport. Schubert hatte zunächst keinen speziellen Aufgabenbereich. „Sie soll mit der aktuellen Vorstandsarbeit vertraut werden“, sagte Mittelstädt damals.

Neue Vorsitzende des OHV ist „vom Fach"

Seit Mittwoch ist Schubert jetzt Vorsitzende des OHV. Sie habe sich vor dem Hintergrund, die Nachfolge von Mittelstädt anzutreten, Bedenkzeit erbeten, als sie im November in den Vorstand rückte. „Ich habe in dieser Zeit gesehen, was für ein Vorstandsteam wir haben und was für einen Zusammenhalt“, sagte Schubert. Deshalb habe sie sich bereiterklärt, sich zur Wahl zu stellen. Schubert sieht trotzdem auch noch viel Luft nach oben, ist aber überzeugt: „Mit dem Team werden wir es schaffen.“

Die 63-Jährige ist „vom Fach“. Schon in den 90er Jahren, als der OHV noch unter PSV Aurich-West startete, war sie dabei, machte den Umbruch vom PSV zum OHV mit, hat selber hochklassig gespielt, als Schiedsrichterin Spiele bis zur Bundesliga geleitet: „Das OHV-Gen steckt einfach in mir.“

Als erste Amtshandlung überreichte sie Mittelstädt als Dankeschön einen Gutschein „für ein paar Stunden im Hotel am Schloss“ gemeinsam mit seiner Frau.

Mittelstädt sagte im Rückblick auf seine Amtszeit, ein grundsätzliches Konzept habe er nicht gehabt, als er die Aufgabe übernahm. Dafür sei er zu dem Zeitpunkt einfach noch zu unbeleckt gewesen, was die Führung eines Sportvereins anging. Sein einziges Ziel sei es gewesen, die Existenz des Vereins und damit seine sportliche Zukunft zu sichern. Dafür habe zunächst die finanzielle Grundlage wieder auf eine solide Basis gestellt werden müssen: „Dem musste zu Anfang viel untergeordnet werden. Auch, was die Jugendarbeit vor allem in den Jahren 2009 bis 2011 betraf und was mangels Finanzierbarkeit aufgeschoben werden musste.“

Der Vorstand habe auch versucht, die Distanz zwischen Verein und OHS, dem wirtschaftlichen Träger der ersten Mannschaft, zu verringern und die Kommunikation zu verbessern. „Trotzdem sind hier die Fortschritte nur schrittweise gelungen“, räumte er ein. Hier gelte es, weiter voranzukommen: „Vor allem auch dann, wenn einige Strukturen in Zukunft professionalisiert werden, wie die Geschäftsführung der OHS.“

Mittelstädt blickte insgesamt mit Stolz auf die Ergebnisse der Vergangenheit zurück, auch wenn sie in dem ein oder anderen Punkt noch besser hätten sein können: „Der Verein steht heute stärker da als zu Beginn.“

Verein erhöht nach sieben Jahren Beiträge

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde einstimmig auch beschlossen, nach sieben Jahren zum 1. Juli 2024 die Beiträge zu erhöhen. Kinder bis zwölf Jahre zahlen ab dann monatlich sechs Euro (bisher fünf), Jugendliche von 13 bis 17 Jahren neun Euro (bisher 7,50), aktive Erwachsene 14 Euro (bisher zwölf) und Familien 21 Euro (bisher 18). Neu eingeführt wurde ein Beitrag in Höhe von monatlich sieben Euro für passive erwachsene Mitglieder. „Dadurch erhoffen wir uns einen stärkeren Zulauf von Mitgliedern, die im Verein mitreden und mitbestimmen wollen, aber nicht am aktiven Sport teilnehmen“, so Mittelstädt.