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Das letzte Spiel läuft ganz nach Maß

OHV-Handballer gewinnen zum Saisonabschluss gegen LIT 1912 II und können damit noch Tabellenkosmetik betreiben

Rechtsaußen Ryuga Fujita bestritt gegen LIT sein letztes Spiel für den OHV.Foto: Bernd Wolfenberg

AURICH Es war ein Saisonabschluss, wie ihn sich die Drittliga-Handballer des OHV Aurich vorgestellt hatten. Dass sie am Sonnabendabend ihr letztes Spiel gewannen, war das eine. Und das vor der stattlichen Kulisse von 1050 Fans – trotz sportlicher Konkurrenz im Fernsehen mit dem DFB-Pokalfinale. Das andere: Sie machten in der Tabelle mit dem Sieg auch noch einen Platz gut und beendeten die Saison damit auf dem angestrebten einstelligen Tabellenrang.

Der OHV siegte mit 32:24 Toren gegen LIT 1912 II. Gegen eine Mannschaft, die zwar als Absteiger feststand, der es deswegen aber nicht an Engagement mangelte.

Die erste Viertelstunde verlief ausgeglichen. Es folgten acht Minuten, in denen der Angriff des OHV so richtig heiß lief. Mit sieben Toren in Folge machte er aus vielen Lagen aus einem 9:7 ein 16:7. Daran beteiligt war auch Torwart Edgars Kuksa. Zweimal in Folge traf er mit einem langen Pass über das gesamte Spielfeld ins leere Tor von LIT. Die hatten aufgrund einer Zeitstrafe ihren Torwart aus dem Spiel genommen.

Kuksa zeichnete sich aber nicht nur als Torschütze aus, sondern war auch, wie schon so häufig in dieser Saison, der starke Rückhalt.

OHV-Interimstrainer Eric Hettmann wechselte dann angesichts des deutlichen Vorsprungs personell durch, um allen im Team Einsatzzeiten zu geben. „Dann kommt natürlich ein Bruch rein“, sagte er angesichts des weiteren Spielverlaufs. Denn der entwickelte sich spannender als gedacht.

Zur Halbzeit war beim 18:12 noch alles im grünen Bereich, Mitte des zweiten Spielabschnitts dann nicht mehr. Der OHV, jetzt mit Kai Ebeling im Tor, ließ in der Abwehr die nötige Konsequenz vermissen und nutzte im Angriff seine Chancen nicht. Was dazu führte, dass der Gegner in der 41. Spielminute bis auf ein Tor wieder dran war (21:20).

Hettmann setzte die Auszeitkarte und schickte eine personell zurückgeänderte Mannschaft wieder ins Spiel, mit Kuksa im Tor. Es dauerte zwar noch etwas, bis der OHV wieder auf Kurs kam. LIT gelang sogar zweimal der Ausgleich. Als die Auricher aber aus dem 23:23 ein 29:23 machten, hatten sie die Partie vier Minuten vor Schluss zu ihren Gunsten entschieden.

Immer wieder auch da im Blickpunkt: Edgars Kuksa. Nicht nur mit starken Paraden. Er leitete mit seinen Pässen auch ein ums andere Mal Tore ein.

Den Schlusspunkt setzte mit Eric Dannehl ein Stammspieler aus dem Oberligateam des OHV II. Zusammen mit seinem Teamkollegen dort, Simon Stöhr, war er in der Schlussphase noch zum Einsatz gekommen, regelwidrig gestoppt worden und hatte den daraus resultierenden Siebenmeter zum 32:24 verwandelt.
 

OHV Aurich – LIT 1912 II 32:24 (18:12)

OHV Aurich: Kuksa (2 Tore), Jungvogel, Ebeling; de Buhr, Wendlandt (5), Fujita (2), Vorontsov (3), H. Stöhr (4), Dannehl (1/davon 1 Siebenmeter), Hertlein (4), Polishchuk (5), Molnar (1), Hegyi, Crnic (2/1), S. Stöhr, Puljic (3).

LIT 1912 II: Finke, Klama; Ullrich (4), Bagaric (1), Schwier, Borren (2), Knüttel (2), Gartmann (6), Braun (5/1), Blazicko (1), Meinking (1), Grimuta (2).

Zeitstrafen: OHV 4 Minuten – LIT 2.

Siebenmeter: OHV 3/2 verwandelt – LIT 1/1.

Schiedsrichter: Sven Levermann/Christian Rietenberg (Lage/Neustadt am Rübenberge).

Zuschauer: 1050.

Torfolge: 4:2 (4. Spielminute), 9:7 (17.), 16:7 (25.), 18:12 (30.); 21:20 (41.), 22:22 (46.), 23:23 (47.), 29:23 (56.), 32:24 (60.).