Herren II: Starke Delmenhorster fanden immer eine Antwort

Bericht: Ulrich Mittelstädt

Hatte der SG-Trainer Sören Rossow vor dem Spiel noch gehofft, dass seine Mannschaft endlich von Beginn an ihre wahre Leistungsstärke zeigen könnte, wurde er schnell eines Besseren belehrt. Zwar fanden die Gäste immer wieder den Weg ins gegnerische Tor, doch mussten sie postwendend auch immer wieder Gegentore hinnehmen. Nach dem 7:7 in der 11. Minute, als ihnen erstmalig, und dem 9:9, als ihnen letztmalig der Ausgleich gelungen war, konnten ihre Gegner aus Delmenhorst langsam, aber sicher ihren Vorsprung ausbauen. Immer mehr schlichen sich bei den Gästen jetzt wieder die bekannten Fehler im Aufbau und im Abschluss ein, so dass Delmenhorst zur Halbzeit sicher mit 17:13 in Führung lag.

Aber es kam ja noch die berühmte 2. Halbzeit, mochten die Gästefans denken. Doch entgegen diesen Erwartungen eröffnete Delmenhorst die zweite Hälfte des Spiels mit einem 4:2-Lauf in den ersten fünf Minuten, so dass die Gästehoffnungen weiter sanken. Die Mannschaft besann sich aber wieder auf ihren Kampfgeist, erzielten in den nächsten fünf Minuten 4:1 Tore und waren wieder auf drei Tore herangekommen. Jetzt wurde es eine packende Auseinandersetzung, der Ball lief auf der Gästeseite etwas besser und in der 50. Minute bestand der Rückstand nur noch aus zwei Toren.

Wieder kamen die Gäste in Ballbesitz und Trainer Rossow nahm seine zweite Auszeit. Das nächste Tor erzielten aber die Gastgeber zum 28:25 und fünf Minuten lang wogte das Spiel hin und her. Innerhalb von nur einer Minute fielen vier Tore, die Gäste hatten fünf Minuten vor Schluss beim 30:28 immer noch eine gute Wende vor Augen. Doch war dieser Kampf um jedes Tor über die Kräfte der Gäste gegangen. Sie konnten den letzten Angriffen nur noch wenig entgegensetzen und unterlagen schließlich mit 29:33 einer Mannschaft, die letztlich den Sieg verdient hatte, weil sie auf alle Versuche der Gegner immer wieder eine Antwort fand.

Sören Rossow musste resümierend zugeben, dass es der SG letztlich nicht gelungen war, die Abwehr genügend zu stabilisieren und dass die Zahl der Fehler immer noch zu groß war, um ein Auswärtsspiel bei einem guten Gegner siegreich zu gestalten. „Aber wir arbeiten weiter daran“, sah er durchaus hoffnungsfroh in die Zukunft.

Chris Eiben (TW), Marek Gausling (TW), Patrick Peters (2), Menke Poppinga (2), Remmer Janssen (1), Aimo Stöver, Felix Moltz (1), Christoph Janssen (1), Jonas Dallügge (3), Sjelle Dähn (2), Lutz Bohlken (7), Andreas Reimers (4), Josip Crnic (2), Tammo Detmers, Hannes Janssen (4), Sönke Fikus;

Trainerteam: Sören Rossow, Manfred Barkhoff, Leon Hoeppner,

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