SG OHV Aurich / TuRa Marienhafe II bestritt 1. Heimspiel
Etwa 100 Zuschauer erwarteten das Debut der neugebildeten Herrenmannschaft der SG OHV Aurich /TuRa Marienhafe II gegen den letztjährigen Zweiten der Verbandsliga, die HSG Lilienthal/Grasberg. Wie würden sich die früheren Landesligaspieler aus Marienhafe und die Oberligaabsteiger vom OHV zusammen in einer Mannschaft gegen eine Spitzenmannschaft der Verbandsliga behaupten können, können sie sich so früh in der Saison schon als einheitliche Mannschaft zeigen.
Um das Letztere vorwegzunehmen: der Auftritt als Mannschaft hat überzeugt. Von Beginn an zeigten alle Spieler, dass sie hier „etwas reißen“ wollten, gingen schnell in Führung und bauten den Vorsprung in der ersten Viertelstunde bis zum 8:4 aus. Allerdings beruhte der Vorsprung nicht unbedingt auf spielerischer Überlegenheit, sondern vor allem an der Abschlussschwäche der Bremer, die in dieser Zeit ihre ersten drei 7m vergaben und mit weiteren guten Wurfmöglichkeiten am überragenden Torwart Freddy Möhlmann scheiterten.
Der Bremer Trainer nahm nun eine Auszeit, die Abwehr der Gäste stand nun besser und die Ostfriesen waren im Positionsspiel gefordert. Hier schlichen sich nun im Laufe des Spiels immer mehr Fehler ein, vor allem versuchten die Spieler oftmals den komplizierteren Weg zum Kreis, was bei erhöhtem Risiko immer öfter zu Ballverlusten führte. Da aber auf den Torwart weiter Verlass war, hielt die Heimmannschaft bis zur Halbzeit den Vorsprung zum 13:10.
Nach der Pause starteteten die Gastgeber zunächst gut, erhöhten auf 17:12, was aber nicht zu mehr Sicherheit im Angriff führte. Da die Bremer jetzt auch ihre 7m verwandelten, kamen sie nach 45 Minuten zum 17:17. Nun ging das Spiel hin und her, in der 50. Minute stand es 20:20. Nun wurde es hektisch. Die Schiedsrichter gaben in den letzten 10 Minuten der Heimmannschaft allein vier Zeitstrafen gegenüber einer für die Gäste, die das Spiel erheblich beeinflussten, zeitweise hatte die Heimmannschaft nur drei Feldspieler auf der Platte. Die Gäste behielten ihre Ruhe und zogen jetzt bis auf drei Tore davon, einen Vorsprung, den sie bis ins Ziel retteten.
Der Heimtrainer Sören Rossow machte die Niederlage allerdings vor allem an den Fehlern im Angriff fest. Hier sieht er noch deutlichen Verbesserungsbedarf. Vor allem die Verletzung von Jonas Speckmann hatte dem Angriff Ideen und Sicherheit genommen.
Die Zuschauer haderten verständlicherweise mit der Schiedsrichterleistung, erkannten aber auch die Leistung ihrer Spieler an, die sich vor allem als Mannschaft präsentiert und einen guten Gegner an den Rand einer Niederlage gebracht hatte.
Frederick Möhlmann (TW), Karsten Dalhoff (TW), Patrick Peters (1), Tido Poppinga (1), Remmer Janssen (2), Aimo Stöver, Felix Moltz (1), Jonas Dallügge, Christoph Janssen (1), Jonas Speckmann (2), Tjark Müller (1), Sjelle Dähn (1), Lutz Bohlken (5), Andreas Reimers (3), Josip Crnic (3), Tammo Detmers, Manfred Barkhoff,
Trainerteam: Sören Rossow, Leon Hoeppner, Jörn Janssen, Amelie Wolf
