A-Jugend der SG Aurich-Marienhafe erlebt durchwachsenes Auswärtswochenende
Text: Jendrik Rieken
Die A-Jugend der SG Aurich-Marienhafe blickt auf ein intensives Doppelspiel-Wochenende zurück. Am Samstag führte die Reise nach Schüttorf, am Sonntag ging es weiter nach Georgsmarienhütte. Der Derbysieg aus der Vorwoche hatte zwar für Selbstvertrauen gesorgt, doch am Ende standen eine 50:44-Niederlage und ein 36:36-Unentschieden.
Samstag in Schüttorf: Abwehrprobleme kosten den Sieg
Mit der klaren Absicht, den Schwung aus dem Derbysieg mitzunehmen, machte sich die Mannschaft am Samstag auf den Weg nach Schüttorf. Doch dort wurde sie direkt mit ungewohnten Bedingungen konfrontiert: Die Halle war rutschig und es durfte ohne Haftmittel gespielt werden. An diese Voraussetzungen musste sich das Team erst einmal gewöhnen.
Im Angriff gelang das überraschend schnell – 44 erzielte Tore sind ein Beleg dafür, dass die Offensive funktionierte. In der Abwehr jedoch fand die SG an diesem Tag überhaupt keinen Zugriff. Nichts lief wie geplant, und alle Versuche der Trainer Dennis Pahl und Sören Rossow, taktisch nachzujustieren, blieben ohne Wirkung. Beide Trainer sahen die Verantwortung nicht nur bei der Mannschaft, sondern auch bei sich selbst, da es ihnen nicht gelungen war, das Team besser auf die Bedingungen und den Gegner einzustellen.
Schüttorf nutzte die Unsicherheiten konsequent aus und erzielte 50 Treffer – eine Zahl, die letztlich klar machte, dass dieses Spiel eindeutig in der Defensive verloren ging. Trotz des enttäuschenden Ergebnisses durfte jedoch keine schlechte Stimmung aufkommen, denn bereits am nächsten Tag stand die nächste Partie bevor.
Für die SG spielten:
Adriano Folkers (Tor);
Magnus Harms (3), Sönke Fikus (4), Sjelle Dähn (8), Nicolas Brix, Tjark Müller (12), Jendrik Rieken (2), Jonah Bitzhöfer (3), Wilko Metzler (8), Colince Rosenboom (4);
Sonntag in Georgsmarienhütte: Starke Reaktion und ein verdienter Punkt
Am Sonntag trat die SG mit dem gleichen Elan an, den sie sich bereits für den Vortag vorgenommen hatte. Diesmal zeigte die Mannschaft jedoch ein deutlich stabileres und konzentrierteres Auftreten. Die Abwehr agierte wesentlich kompakter, und Torhüter Adriano Folkers trug vor allem in der ersten Halbzeit mit mehreren wichtigen Paraden dazu bei, dass das Spiel ausgeglichen blieb.
In der zweiten Halbzeit wurde Marten Rass eingewechselt, der sofort Präsenz zeigte und mit mehreren starken Paraden entscheidend dazu beitrug, dass die SG weiterhin auf Augenhöhe blieb.
Obwohl auch in Georgsmarienhütte ohne Haftmittel gespielt wurde, kam die Mannschaft mit den Bedingungen gut zurecht. Besonders im Rückraum überzeugte Nicolas Brix, der die Mitte organisierte und zudem über längere Phasen vorgezogen deckte – beides löste er sehr souverän.
Da sich kein Team im Verlauf der Partie entscheidend absetzen konnte, endete das Spiel schließlich mit einem leistungsgerechten 36:36. Der Punkt war nach dem schwierigen Samstag besonders wichtig und zeigte, dass die SG sich schnell stabilisieren und steigern kann.
Fazit: Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen der SG Aurich-Marienhafe, es war weder rundum schlecht noch gänzlich positiv, brachte aber wichtige Erkenntnisse. Die deutliche Niederlage in Schüttorf bleibt eine einmalige Ausrutschsituation, geprägt von schwierigen Rahmenbedingungen und defensiven Problemen. Die Reaktion am Sonntag in Georgsmarienhütte – stabile Abwehr, starke Torhüterleistung und eine geschlossene Mannschaftsleistung – zeigte jedoch, welches Potenzial im Team steckt.
Am Ende bleibt ein wertvoller Punkt und das gute Gefühl, sich trotz der Herausforderungen erfolgreich zurückgemeldet zu haben.
Für die SG spielten:
Adriano Folkers (Tor), Marten Rass (Tor);
Mats Grotjan (5), Karl Janßen (5), Sönke Fikus (3), Sjelle Dähn (6), Nicolas Brix (4), Jonah Bitzhöfer (4), Jendrik Rieken (2), Colince Rosenboom (7);
