2. Herren gegen den Spitzenreiter ohne Chance

Text: Ulrich Mittelstädt

Es waren angesichts der Tabellenlage und der augenblicklichen Form der Heimmannschaft nur wenige Zuschauer zum Gastspiel des Spitzenreiters VfL Horneburg gekommen. Dazu kam, dass die Auricher wie schon so oft nur mit einer Rumpftruppe antreten konnten: Nur sieben Feldspieler, davon vier Jugendliche, sollten die 60 Minuten praktisch fast ohne Auswechselmöglichkeit bestreiten. Wenig überraschend legten die Horneburger auch gleich los und führten nach sechs Minuten mit 4:0, ohne dass Aurich bis dahin, abgesehen von einem vergebenen 7m, auch nur eine Chance zum Torerfolg gehabt hätte. Doch plötzlich war die Mannschaft da. Nach einigen großartigen Paraden von Edgars Kuksa gelangen Wilke de Buhr und Hannes Janssen in Gegenstößen ebenfalls vier Tore in Folge und die Zuschauer rieben sich die Augen, zumal die Auricher danach das Spiel noch bis zum 7:7 in der 18. Minute ausgeglichen gestalten konnten. Doch dann war plötzlich der Faden wieder gerissen. Viel zu überhastete Würfe, zum Teil unverständliche Abspiel- und andere technische Fehler ließen die Köpfe bei den Aurichern sinken. Dazu schienen einige Spieler schon jetzt mit ihren Kräften dem Augenschein nach fast am Ende. Kurz: bis zur Halbzeit gab es einen 9:1-Lauf der Gäste, so dass das Spiel zur Pause praktisch schon entschieden war.

Zwar hielt die kämpferische Einstellung der Gastgeber nach der Pause weiter an, in den ersten acht Minuten vergrößerte sich der Rückstand nur um ein weiteres Tor, doch danach stellten sich dieselben Fehler wie vor der Pause wieder ein. Ganz deutlich war jetzt der Kräfteverschleiß, zumal mit Wilke de Buhr ein ganz wichtiger Spieler wegen einer Knieverletzung nach der Pause nicht mehr eingesetzt werden konnte. Wenn die Auricher Torleute, allen voran Edgars Kuksa, später dann Chris Eiben und Karsten Dalhoff, nicht noch einige Male sichere Tore der Gegner verhindert, und die Horneburger ihr Angriffsspiel konzentriert bis zum Ende durchgezogen hätten, hätte es ein noch viel schlimmeres Debakel für die Heimmannschaft gegeben. So waren eigentlich alle froh, dass das Spiel mit einem letzten Tor von Eric Dannehl mit 18:33 ausging.

Der Auricher Trainer Sören Rossow konnte einem leid tun. Wenn es dem Verein nicht gelingt, in einer gemeinsamen Kraftanstrengung von beiden Herrentrainern und dem Management dafür zu sorgen, dass in den nächsten Spielen eine nur halbwegs konkurrenzfähige Truppe antritt, dürfte in diesem Jahr der Abstieg aus der Oberliga kaum noch zu verhindern sein. 

Edgars Kuksa (TW), Chris Eiben (TW), Karsten Dalhoff (TW), Tjark Hendrik Müller (1), Andreas Reimers (4), Wilke de Buhr (3), Hannes Tido Matthisen Janssen (6), Eric Dannehl (3), Sören Fikus, Jendrik Rieken (1);

Trainerteam: Sören Rossow, Leon Höppner, Daniel Mayer; Physio: Amelie Wolf

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