Neue Trägergesellschaft HMO GmbH gegründet
von Willy Oevermann

Am 12. Juni hatte die Spielkommission des Deutschen Handballbundes (DHB) die Staffeleinteilung der 3. Liga der Männer für die Spielzeit 2026/27 veröffentlicht. Wie bisher wird auch in der kommenden Saison in vier Staffeln gespielt und der OHV Aurich gehört wie zuvor in die Nord-West Gruppe mit insgesamt 16 Teams. Dennoch gibt es ein paar Änderungen im Vergleich zur abgelaufenen Spielzeit. Zum einen sind bekanntlich sowohl der Meister als auch der Vizemeister TV Emsdetten und der ASV Hamm-Westfalen in die zweite Liga aufgestiegen und der TSV GWD Minden II und der ATSV Habenhausen in die Regionalliga abgestiegen. Hingegen spielen die Absteiger der 2. Liga künftig im Süden, die HSG Krefeld-Niederrhein in der Staffel Süd-West und der HC Oppenweiler-Backnang in der Staffel Süd.
In der Nord-West Staffel trifft der OHV Aurich demnächst mit dem HC Eintracht Hildesheim (wechselt aus der 3. Liga Nord-Ost) und dem MT Melsungen II (aus der 3. Liga Süd-West) auf zwei bereits bekannte Mannschaften, während mit der ESG Gensungen/Felsberg (Meister der Hessen Regionalliga), dem MTV Großenheidorn aus der Niedersachsen Regionalliga und dem Sportfreunde Loxten, dem souveränen Meister der Regionalliga Westfalen drei Aufsteiger in der kommenden Saison ihren ersten Auftritt in der Auricher Sparkassen-Arena haben werden. Der TSV GWD Minden II und der ATVS Habenhausen sind als Absteiger dann nicht mehr dabei. Saisonstart für die Spielzeit 2026/27 ist am Wochenende 29./30. August.
Mit der alljährlichen Veröffentlichung der Staffeleinteilung durch den DHB scheint für manche Außenstehende die handballfreie Zeit beendet zu sein. Dabei zählt gerade die Saisonvorbereitungszeit für die Verantwortlichen in den Vereinen zu der intensivsten Zeit, um möglichst ge- und verstärkt in die kommende Saison zu starten. Das gilt in diesem Jahr ganz besonders für den OHV Aurich, denn dort galt es nach der Insolvenz der OHS GmbH umgehend einen kompletten Neubeginn auf die Beine zu stellen. Beflügelt durch die äußerst positiven Signale aus der Bevölkerung, den Fans und den Sponsoren, die der Vereinsführung deutlich gemacht hatten, wie wichtig und wertvoll der OHV, allen voran mit seinem großen Jugendbereich, für Aurich und Ostfriesland ist.
Über einen Mangel an Arbeit konnten sich die Vorstandmitglieder und ganz besonders der neue Geschäftsführer nicht beklagen. Während die Insolvenz die strikte Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften erfordert, setzt auch die Gründung einer neuen GmbH und deren Eintragung im Handelsregister eine Menge an Gesprächen, vielfältigen Vorleistungen und die Erfüllung einiger Bedingungen voraus. Mit bemerkenswerten Einsatz gelang es den Beteiligten, allen voran Andreas Meinke, die neue Handball Management Ostfriesland GmbH (HMO) zu gründen und im Handelsregister Aurich eintragen zu lassen, mit ihm als dem hauptamtlichen Geschäftsführer. Ein deutliches Lebenszeichen.
Parallel dazu lief die Fülle der normalen, der alltäglichen, der organisatorischen, der besonderen und der ganz wichtigen Aufgaben weiter. Mit dem Weggang des Trainers und vieler Spieler war hier Eile geboten und viele Kontakte zu beschaffen oder neu zu beleben.
Wie bereits bekanntgegeben wurde, konnte der vakante Trainerposten mit Kevin Wendlandt neu besetzt werden. Kevin Wendlandt war nicht nur über viele Jahre Torgarant und Abwehrchef, sondern auch erfolgreicher Trainer einiger Jugendmannschaften. Von dieser großen Erfahrung dürften er und die Spieler profitieren. Ihm zur Seite bleibt Eric Hettmann dem OHV als Co-Trainer erhalten. Neu hinzu kommt zur neuen Saison mit Wilke de Buhr ein ganz bekanntes Auricher Gesicht. Einer, der von Kindesbeinen an für den Auricher Handball auf der Platte stand, lange Jahre erfolgreich in der 3. Liga aufgelaufen ist und noch heute gilt „Mops“ als Publikumsliebling.
